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Königin der Alpenwälder: die Zirbelkiefer

Königin der Alpenwälder: die Zirbelkiefer

« So vielfältig ist die Arve »

Sie ist als die „Königin der Alpen“ bekannt und liefert das Rohmaterial für eine Vielzahl von Zirben-Produkten. Über alpinen Lifestyle erzählt kein anderer Baum so viel wie die Zirbelkiefer. Die Kiefernart liefert ein besonderes Holz und ist Grundlage für so manche Spezialität, die es nur in den Alpen gibt. Nicht nur für das berühmte Zirbenholzbett ist die Kiefernart bekannt.

Ein Baum aus dem Gebirge – so hat sich die Zirbe den Alpen angepasst

Mit ihrem knorrigen Wuchs hat sich die Zirbelkiefer ideal an ihre Umgebung angepasst und wächst dennoch hoch hinaus. Ihr helles Holz, das von einer schönen Maserung durchzogen wird und eine angenehme Duftnote verströmt, wird in den Alpen vielseitig genutzt. Aber was zeichnet den immergrünen Baum aus, der dieses besondere Material liefert? Zu erkennen ist die Zirbelkiefer an den jeweils fünf Nadeln, die sich an seinen Nadelbüscheln finden. Die Zirbelkiefer hat sich an ihre Umgebung angepasst.

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Ein gutes Beispiel dafür ist die Symbiose, die der Baum mit dem Tannenhäher eingeht: Der in der Region beheimatete Vogel sorgt dafür, dass die Bäume sich immer wieder gut verbreiten. Ähnlich wie ein Eichhörnchen sammelt er viele der Samen der Kiefer und vergräbt sie als Vorrat für die kalte Zeit des Jahres. Doch nur einen Teil der Samen verbraucht der Tannenhäher auch. Die restlichen Samen gehen nach dem Frühjahr auf. So wachsen immer wieder viele neue Zirbelkiefern.

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Sowohl in den Karpaten wie auch in den Alpen ist der Baum verbreitet. Obwohl sie auf großer Höhe wächst, kann die Kiefer bis zu 25 Meter hoch und 1000 Jahre alt werden. Entsprechend ist es kein Wunder, dass der Zirbelkiefer, eine enorme Widerstandsfähigkeit zugeschrieben wird. Doch es geht dabei nicht nur um Legenden. Tatsächlich hat das Material des Baums, der in manchen Regionen auch als Zirbe oder Arve bekannt ist, besondere Eigenschaften mit sich.

Lebhafte Maserung und feiner Duft – Zirbenholz belebt die Sinne

Der knorrige Wuchs des Baums wirkt sich auch auf das verarbeitete Holz aus. Der Baum, der sich oft im Wind bewegt und auf großer Berghöhe über sich selbst hinauswächst, bildet dabei eine lebhafte Maserung aus. In Kombination mit der hellen Grundfarbe ergibt sich ein Material, das in den Alpenländern gerne zur Verschönerung des Wohninnenraums verwendet wird.

aetherisches-oel-zirbe-vitalis-dr-joseph-alpicareDas Material dieses Baums bietet dabei gleich mehrere Vorteile, die gerade bei der Herstellung von Möbeln von Vorteil ist. Einerseits sorgt seine helle Farbe dafür, dass die Räume nicht zu dunkel wirken. Das Material fasst sich angenehm an und verbreitet mit seiner natürlichen Optik eine angenehm warme Atmosphäre im Raum.

Doch ein weiterer Pluspunkt kommt im Fall der Zirbelkiefer noch hinzu. So verbreitet das Zirbenholz einen angenehmen Duft. Die Duftnote hat mit einem ätherischen Öl namens Pinosylvin zu tun, dass sich im Holz des Baums befindet. Das Material wird deshalb nicht nur gerne zum Vertäfeln von Innenräumen verwendet. Auch Möbel aus Zirbenholz erfreuen sich in den Alpen einer großen Beliebtheit. Die Betten und Möbelstücke wurden vielfach verschnitzt. Auch das Kunsthandwerk der Alpenländer hat sich das Material der Arve immer wieder als Grundlage für die eigenen Arbeiten nutzbar gemacht.

Das Zirbenholzbett ist ein Markenzeichen der Region

Unter anderem stellt man aus der Kiefer das Zirbenholzbett her. Ein Zirbenholzbett verbreitet nah am Kopf einen angenehmen Duft. Das Holz ist einerseits fest und andererseits nicht so schwer wie andere Holzarten. Das bedeutet, dass sich das Möbel aus Zirbenholz leichter transportieren oder verschieben lässt.

Es sind jedoch vor allem der schöne Duft und die lebhafte Maserung, die dafür sorgen, dass ein Zirbenholzbett so beliebt ist. Auf den typischen Duft, wie ihn ein Zirbenholzbett verbreitet, will man in den hohen Alpengebirgen nicht verzichten.

Das Zirbenholzbett wird auch in manchen anderen Ländern gerne für die Ausstattung von Schlafzimmern verwendet. Es zählt heute nicht mehr nur zu den Traditionen der Alpenländer, sondern hat sich auch zu einem kleinen Exportschlager entwickelt.

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Doch der wichtigste Baum der Alpen liefert auch die Grundlage für viele andere Dinge.

Deshalb hat das Holz seinen festen Platz in der alpinen Wellnesswelt

Nicht nur auf das Zirbenholzbett, jenes vielleicht bekannteste Möbel der Alpenregion, wird man gut gebettet. Es gibt auch Zirbenholz-Kissen. Der angenehme Duft des Holzes gehört zu den typischen Wellnesserlebnissen der Region. Er ergibt sich durch das im Holz enthaltene Pinosylvin.

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Im Zirbenöl ist dieser Stoff wiederum in konzentrierter Form vorhanden. Das Öl wurde seit dem 18. Jahrhundert in der Region als Heilmittel verwendet. Vor allem wird dieses Mittel jedoch für einen anderen Zweck verwendet. Es lässt sich als Raumduft nutzen. Mit dem Zirbenöl holen Sie sich den markanten Duft der alpinen Holzstuben ins Zimmer. Aber auch manchen kulinarischen Genuss liefert die Zirbelkiefer für die Bewohner der Region. Besonders berühmt ist der Zirbenschnaps oder Zirbeler.

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Zu seiner Herstellung werden die Tannenzapfen der Kiefer über mehrere Wochen in Schnaps eingelegt. Das Ergebnis ist eine rötlich gefärbte Spirituose, die im Tirol als Spezialität gilt. Viele Alpenbewohner suchen Wälder mit der Zirbelkiefer gezielt auf, um die Zapfen des Baums zu ernten und entsprechend zu verarbeiten.