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Maronen und Kastanien

Maronen und Kastanien

Maronen und Kastanien

« Jetzt sammeln und genießen »

Herbstzeit ist Maronenzeit. Die Esskastanien sind in der kalten Jahreszeit in aller Munde. Schon von Weitem strömt der süßlich-warme Duft des Maronenstands in die Nase. Doch was, wenn Sie Maronen selbst sammeln möchten? Wir haben Tipps und schmackhafte Rezepte rund um die Esskastanie.

Esskastanien erkennen und sammeln – so geht’s

Der Herbst hat den Pinsel angesetzt und das Laub in schillernde Farben getaucht. Neben den Blättern werfen die Bäume vor dem Winter die letzten Früchte ab. Eichhörnchen machen sich eifrig daran, Vorräte anzulegen. Sie lesen Bucheckern, Haselnüsse und Maronen vom Boden auf. Und auch die Menschen werden vor Einbruch des Winters wieder zu Sammlern.

Einst galten Maronen als Arme-Leute-Essen, das förmlich auf der Straße lag. Die Maronen mussten nicht gepflückt werden, sondern fielen als reife Nussfrucht von selbst zu Boden. Nur sammeln musste man sie noch. Insbesondere in Parks und Alleen, aber auch in Wäldern kann man bis heute Esskastanien „ernten“.

Mädchen sammel Maronen und Kastanien

Die Unterscheidungen zwischen Kastanien

Auf den ersten Blick ähneln Maronen der Rosskastanie. Bei genauerem Hinsehen wird der Unterschied zwischen Maronen und Kastanien jedoch deutlich. Die Esskastanie (Castanea sativa) wird von einer Hülle mit vielen feinen Stacheln umgeben, während die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) in einer fleischigen Schale mit groben Stacheln sitzt.

Auch in der Form unterscheiden sich Maronen und Kastanien. Die essbaren Exemplare sind abgeflacht und laufen an einer Stelle spitz zu, während die gewöhnliche Kastanie kugelrund daherkommt. Hängen am Baum noch Blätter, fällt die Unterscheidung von Maronen und Kastanien besonders leicht. Die Rosskastanie ist bekannt für ihre fingerförmigen Blätter. Die Blätter der Edelkastanie sind hingegen länglich und nicht aufgefächert.

Sammeln können Sie Maronen und Kastanien. Zum Genießen eignen sich aber nur die Maroni. Obwohl Rosskastanien nicht essbar, sondern sogar leicht giftig sind, haben vor allem Kinder ihre Freude an den glänzenden Früchten. Aus Kastanien und ein paar Streichhölzern oder Zahnstochern können Sie im Nu herbstliche Tiere basteln. Einfach mit einem Handbohrer Löcher in die Kastanien bohren und die Hölzer als Beine einsetzen. Mit Permanentmarkern geben Sie den Kastanienfiguren ein Gesicht.

Tipp: Mit einem Klecks Kleber können Sie die Beine fixieren, sodass sie nicht herausfallen.

Mädchen basteln mit Maronen und Kastanien

Übrigens: Getrocknete und geschälte Rosskastanien gelten als umweltfreundlich lokale Alternative zu Waschnüssen, die aus Asien importiert werden. Durch die enthaltenen Saponine können sie wie Waschmittel verwendet werden. Da die Rosskastanie jedoch einen leichten Gelbschimmer an die Kleidung abgibt, sollten Sie das DIY-Waschmittel aus Kastanien nur für Buntwäsche und nicht für Weißes verwenden.

Maroni – nussig-süße Delikatesse der Alpen

Schon die alten Römer und Griechen kannten die Edelkastanie. So verbreitete sich die Castanea von Kleinasien über den gesamten Mittelmeerraum bis zu den Alpen, wo sie bis heute in der kalten Jahreszeit Hauptsaison hat. Die nahrhaften Nussfrüchte können zwar nicht roh verzehrt werden, doch es gibt eine Vielzahl von Ideen zur Zubereitung.

Vom Braten bis hin zur Verarbeitung zu Mehl bot die „Eichel des Zeus“ bereits in der Antike zahlreiche Möglichkeiten, genussvoll satt zu werden. Für den süßlichen Geschmack der Edelkastanie ist übrigens der hohe Stärkegehalt verantwortlich. Denn beim Garen wird die Stärke in Zucker umgewandelt.

Die Marone liefert jedoch nicht nur Kohlenhydrate, sondern auch eine Reihe von Vitaminen und Mineralstoffen, darunter B-Vitamine, Kalium, Calcium und Magnesium. Kein Wunder, dass ein Stanitzel (eine Tüte) Maroni so angenehm sättigend wirkt. Beim Flanieren auf dem Weihnachtsmarkt wärmt die Tüte mit den Esskastanien zugleich die Hände. Doch auch zu Hause können Sie es sich bei gebratenen Maroni frisch vom Marktstand an tristen Wintertagen gemütlich machen.

In unserem Alpenstore finden Sie aromatische Brotaufstriche mit Maroni von Alpe Pragas, die Sie ganz einfach weiterverarbeiten oder direkt aufs Brot streichen können.

Alpe Pragas Kastanie Fruchtaufstrich 335 g

Maroni zubereiten – so geht’s

Da lediglich das helle Fruchtfleisch der Edelkastanie essbar ist, muss die Frucht zunächst von der dunklen harten Schale befreit werden. Sie haben die Wahl: Maronen rösten oder kochen. In jedem Fall müssen Sie die Schale der Edelkastanien zunächst mit einem scharfen Messer kreuzförmig einritzen. Am besten geht das mit einem Kastanienmesser. Nur so springt die Schale später auf, sodass Sie die Frucht aus der Hülle lösen können.

Kastanienmesser

Anschließend werden die Edelkastanien entweder in Wasser gekocht oder im Backofen geröstet. Ob Sie die Esskastanien mit etwas Wasser in eine Maronipfanne geben oder gleichmäßig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen, bleibt Ihnen überlassen.

Die Zubereitung in der Pfanne oder im Backofen dauert etwa zwanzig Minuten. Achten Sie beim Garen in der Maronipfanne darauf, dass die Edelkastanien nur geradeso mit Wasser bedeckt sind. Damit die Maroni im Backofen bei 200° C Ober-/Unterhitze nicht austrocknen, können Sie eine feuerfeste Schale mit Wasser mit in den Ofen stellen.

Lassen Sie die Edelkastanien auskühlen, bevor Sie sie aus der Schale nehmen.

Riess Maronipfanne Emaille

Kochen mit Maroni – raffinierte Rezept-Ideen für den Winter

Risotto ist aus der italienischen Küche nicht wegzudenken und im gesamten Alpenraum beliebt. Durch die Zugabe verschiedener Zutaten können Sie immer wieder neue Reisgerichte zaubern. In der kalten Jahreszeit schmeckt uns Maroni-Risotto besonders gut.

Rezept für Maroni-Risotto

Zutaten für 2 Personen

  • ½ Tasse Risotto-Reis
  • 2 bis 3 Tassen Gemüsebrühe
  • Weißwein nach Geschmack, zB. Forte Alto Pinot Grigio Mezzacorona
  • 2 Karotten
  • 15 Edelkastanien
  • 1 Handvoll Brokkoli-Röschen
  • 1 EL Öl, zB. Olivenöl Fructus
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Kurkuma und Kreuzkümmel
  • Alpensalz und Pfeffer

Salz Sel des Alpes

ZubereitungMc Alpine Kastanienbrand Bergell

  • Edelkastanien garen, von der Schale befreien und in kleine Stücke schneiden.
  • Gemüse waschen, Karotten schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  • Knoblauch schälen und feinhacken.
  • In einem Topf Öl erhitzen. Knoblauch und Karotten kurz anschwitzen. Reis dazugeben. Mit Weißwein ablöschen.
  • Sobald der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat, nach und nach die Gemüsebrühe hinzugeben.
  • Nach 5 Minuten die Edelkastanien hinzugeben.
  • Nach 15 Minuten den Brokkoli hinzugeben.
  • Mit Gewürzen, Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Nach einem guten Essen kann den Liebhabern alpiner Esskultur zum Abschluss ein authentischer Kastanienbrand angeboten werden.

Rezept-Idee: Winterkäsekuchen mit Maronicreme

Sie lieben Käsekuchen? Wir auch. Statt der herkömmlichen Füllung, ob mit Quark oder Vanillepudding, können Sie Käsekuchen im Winter einmal mit Edelkastanien probieren. Nehmen Sie dafür einen Teil der Käsekuchenmasse ab und rühren Sie gehackte Maronenstücke unter. In der Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab zu einer feinen Masse pürieren und wie gewohnt in die Springform füllen und backen. Durch die Maronen bekommt der Winterkäsekuchen eine satte Farbe und eine süßlich-herbe Note.

Tipp: Experimentieren Sie zum Beispiel auch mit Zimt, Kardamom oder Ahornsirup, um dem Käsekuchen eine winterliche Note zu geben.


Bildquellen:

Kind, das Kastanien sammelt: © lukasx – stock.adobe.com
2 Kinder basteln mit Kastanien: © st-fotograf – stock.adobe.com