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Weihnachten in den Alpen

Weihnachten in den Alpen

Alpendorf - Weihnachten in den Alpen

« Dem Wunder ein Stück näher »

Brennende Kerzen, wohlig warme Stuben, in denen Tannenzweige und Strohsterne für adventlichen Glanz sorgen, der Geruch von Lebkuchen und glitzernd verschneite Wälder, die unter ihrer dicken Schneeschicht zu schlafen scheinen. Kein Laut durchbricht die Nacht. Die Welt, ganz weiß und weich und still. So müsste es sein zu Weihnachten. So wie in den Alpen.

Advenire – Ankommen

Der Advent, so heißt es in einem traditionellen Weihnachtslied, ist die stillste Zeit im Jahr. Als diese Zeile vor über 70 Jahren geschrieben wurde, mag das noch für weite Regionen zutreffend gewesen sein. Heute wissen wir jedoch aus eigener Erfahrung, dass gerade das Gegenteil oftmals der Fall ist. Dabei ist in den Tagen vor Weihnachten bei vielen die Sehnsucht nach Ruhe und Besinnlichkeit besonders groß. Zwischen Job, Weihnachtseinkäufen, Einladungen und Vorbereitungen träumt man sich gerne in weite Ferne. Weg aus der Hektik der Stadt, hinein in romantisch verschneite Berglandschaften und die Stille der Natur.

Traumhafte Winterlandschaft für perfekte Weihnachten in den Alpen

Kaum eine Szenerie entspricht diesem Idealbild mehr als die Alpenregion. Hier ticken die Uhren anders, der weihnachtliche Zauber aus Kinderbüchern, alten Geschichten und Liedern scheint real und greifbar nah. Und tatsächlich ist viel von dem, was man der Bergregion und ihrer Kultur rund um den Advent zuschreibt, immer noch dort zu finden. Auch wenn die alten Weihnachtstraditionen nicht nur in Stille zelebriert werden.

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Weihnachten mit anderen Augen sehen

Das Weihnachten der Alpen ist nicht vergleichbar mit dem urbanen Festgetöse in einer Großstadt. Bereits die Umgebung steckt den Rahmen ab für die Umsetzungen von Feierlichkeiten, Tradition und Bräuchen. Während in der Stadt für Weihnachtsmärkte meistens große Plätze als Standorte ausgewählt werden, sind es in den Alpen verwinkelte Gassen, historische Innenhöfe und kleine Dorfplätze, die das Ambiente für den sogenannten Christkindlmarkt vorgeben. Oft spiegeln die Verkaufsstände der alpinen Weihnachtsmärkte die Handwerkskunst und die Tradition der jeweiligen Region wider. Zahlreiche Leckereien aus den Alpen warten darauf, verkostet zu werden und natürlich darf auch würziger Glühwein nicht fehlen.

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Es herrscht eine besondere Atmosphäre zwischen den kleinen Hütten, den verschneiten Wegen und den geschmückten Bäumen dieser weihnachtlichen Zusammenkünfte. Und wenn man im Advent die Alpen bereist, sollte man sich den Weihnachtsausflug zu einem dieser malerischen Märkte keinesfalls entgehen lassen. Früher waren sie für die Dorfbevölkerung oftmals die einzige Möglichkeit, Weihnachtsgeschenke zu erstehen. Auch heute sind die stimmungsvollen Christkindlmärkte noch die ideale Gelegenheit, um Geschenkideen zu sammeln.

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Und wer darüber hinaus noch ein Stück weiter in die alpine Tradition eintauchen will, für den gibt es einen speziellen Ausflugstipp: Die Krippen-Weihnacht in St. Paul bei Eppan gehört zu den sehenswertesten Advent-Attraktionen Südtirols. Über hundert Krippen verschiedener Stilrichtungen werden in den erleuchteten Fenstern und Innenhöfen des historischen Dorfes liebevoll inszeniert und der ganze Ort in eine einzigartige Krippenausstellung verwandelt. Höhepunkt dieser Tradition ist die „Lebende Krippe“, die mit Schafen, Ochs, Esel, Engeln und natürlich der heiligen Familie den Einzug in den Stall von Bethlehem darstellt.

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Mystik, Aberglaube und Tradition

Ein bedeutender Teil der alpinen Weihnachtstraditionen entspringt heidnischen Bräuchen. Geister und Dämonen haben darin ebenso ihren Platz, wie der Glaube an die mystische Kraft der Natur oder Zukunftsdeutungen. Kein Wunder also, dass der Advent in den Bergen auch immer eine unheimliche, rätselhafte Seite hat, die sich in manchen vorweihnachtlichen Gebräuchen besonders deutlich zeigt.

So etwa in den Traditionen rund um den Krampus, einem haarigen, hässlichen, gehörnten Wesen, das als strafendes Äquivalent zum belohnenden Nikolaus am 6. Dezember von Haus zu Haus zieht, um die unfolgsamen Kinder zu maßregeln. Dass der gütige Nikolaus laut der Überlieferung über den Krampus bestimmt und sich der Dämon seinen Befehlen beugen muss, trägt nur wenig zur Entspannung der Situation bei, wenn man dem Krampus erst einmal selbst gegenübersteht. Zudem treten die beiden nicht nur zusammen auf. Bei den Krampusläufen, wie sie in den Alpen üblich sind, ziehen die düsteren Gesellen auch gerne ohne ihren „Chef“ in großen Gruppen durch die Straßen und versetzen die Schaulustigen mit unheilvollem Glockengeläut und ausholenden Rutenschlägen in hysterische Aufregung.

Vom Räuchern und Anklöpfeln

In den sogenannten Rauhnächten, von denen es zwischen 6. Dezember und 6. Jänner ganze zwölf Stück gibt, haben abergläubische Bräuche Hochkonjunktur. Denn in diesen Nächten sind Naturgeister am Werk und es gilt, sich durch verschiedene Riten vor ihnen zu schützen oder sich ihre Gunst zu sichern. Aus diesem Aberglauben hat sich der Brauch des Räucherns entwickelt, der namensgebend für die sagenumwobenen Rau(c)hnächte wurde.

Duftschale geschmiedet, Eisen

Dabei wird Weihrauch mit Glut entzündet und in einer Pfanne vom Hausherren durch Zimmer, Kammern und Stallungen getragen. Die Familie und – in früheren Tagen – das Gesinde folgt auf dem Fuße und begleitet das Ritual meist betend. Als ebenso unheilabwehrend gilt das Anklöpfeln. Bei dieser Tradition ziehen junge Männer durch das Dorf, klopfen an Türen und Fenster, singen Weihnachtslieder und bitten um Bewirtung. Es ist in den Bergen allseits bekannt, dass der Besuch der Anklöpfler Glück verheißt und ihr Klopfen Schaden von Haus und Hof fernhält. Aus diesem Grund bittet man die braven Sänger gerne in die Stuben und bietet ihnen Wegzehrung und den ein oder anderen Schnaps an.

Zurück zur Gemütlichkeit

Auch wenn die unheimlichen Weihnachtstraditionen der Gebirgsregionen manchmal nichts für schwache Nerven sind, so überwiegt im Dezember dennoch der Zauber des Advents und die liebevoll zelebrierte Vorfreude, die sich in Dekorationen, Adventskränzen, Krippenspielen, gemütlichen Abenden und im besinnlichen Zusammensein niederschlägt. Weihnachten in den Alpen steckt voller Genuss und Lebensfreude, das zeigt sich auch in den weihnachtlichen Köstlichkeiten, die in Tirol und Südtirol kredenzt werden. Vom süßen Zelten, dem traditionellen Früchtebrot, über die obligatorische Erbsensuppe bis hin zum Alpenschnaps, auch bekannt als Krippenwasser, durchzieht das leibliche Wohl die Wochen vor dem Fest wie ein roter Faden. Wenn Sie Weihnachtsgeschenke mit alpinem Flair unter den Baum legen möchten, ist ein Potpourri aus deftigen Köstlichkeiten genau das Richtige. Ein Weihnachts-Geschenkkorb aus den Alpen bietet mit zahlreichen Schmankerln für jede Altersgruppe passende Leckerbissen.

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Die schönste Zeit im Jahr

Kaum eine andere Zeit bietet so viele Möglichkeiten, das eigene Heim zu verschönern, wie Weihnachten. Für jeden erdenklichen Geschmack gibt es die passende Dekoration. Die alpine Art, sich zuhause auf den Advent einzustimmen, geht – wie so viele Traditionen in den Bergen – Hand in Hand mit der Natur. Tannenzweige, Zapfen („Tschurtschen“), Strohsterne, Filzdeko, Holzschmuck und Kerzenlicht sind die Grundzutaten für ein stimmungsvolles Weihnachtsambiente. Die Farben, mit denen geschmückt wird, beschränken sich meist auf Rot, Grün und wenn es ein wenig glänzen soll, darf auch Gold zwischen den Zweigen des Weihnachtsbaumes hervorblitzen. Weihnachten im Gebirge ist dennoch meist der puren Schönheit verpflichtet, die den Zauber der Natur am besten wiedergibt. Die weichen Schneemützen der Bäume, der warme Schein von Kerzen und Kaminfeuer sowie die satten Farben der alpinen Vegetation stehen Modell dafür. Inspiriert von der Bergnatur wird Weihnachten unverfälscht und authentisch. So wie die Alpen selbst.

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Winterlandschaft in den Bergen: © schulzfoto – stock.adobe.com