Brotgrammel

Die traditionelle Brotschneide Südtirols - Bortgrambel oder Grambel oder Brotgrommel.
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Die Brotgrammel ist eine traditionelle Vorrichtung zum Zerkleinern von Hartbrot, dem sogenannten... mehr
Brotgrammel
Die Brotgrammel ist eine traditionelle Vorrichtung zum Zerkleinern von Hartbrot, dem sogenannten Schüttelbrot, wie es in sehr vielen Gebieten Südtirols heute vielfach noch gegessen wird. Auf dem etwa 30 x 30 cm großen, auf drei Seiten umrandeten Holzbrett ist das Messer mit seiner Spitze am oberen Brettrand in einer Öse so befestigt, dass man das Messer auf und nieder bewegen kann und dabei das Brot zerkleinert.

Die Brotgrammel ist ein wunderschönes Relikt aus alten Zeiten. Sie eignet sich leider nicht dazu, unser heutiges dickes Brot zu schneiden. Wohl aber lässt sich Schüttelbrot sowie Vinschgerl damit brechen bzw. schneiden.

Bitte beachten!
Entgegen dem Foto hat unser Drechsler die Halterung des geschmiedeten Messers auf die ganz traditionelle Weise wieder eingearbeitet. Ein geschmiedeter Haken am Messer wird in eine Öse gesteckt. Damit ist die ursprüngliche und seit Jahrhunderten bewährte Halterung wieder vorhanden.

Das Messer ist original hergestellt, so wie es früher benutzt wurde. Handgeschmiedet von der Firma Zeugschmied in Bruneck.

Unser Drechsel aus dem Gsierser Tal ist einer der wenigen Handwerker, der in unserer Zeit noch Grammeln herstellt. Die Grammel wird über Generationen weiter vererbt und ist noch heute in vielen Haushalten zu finden.

Die Brotgrammel war, ein in früheren Zeiten unverzichtbarem Küchenutensil. Das Brot (fast ausschließlich Roggenbrot) wurde nur einmal, höchstens zweimal im Jahr gebacken und zur Konservierung in so genannten Brotrahmen getrocknet. Das Brot war damit 11 Monate im Jahr hart. Und manchmal ziemlich hart! Mit der Grammel wurde es bei Bedarf, meist zu jeder Mahlzeit, zerkleinert. Man hat die Brotgrammln dann in Suppen, Milch und Brei bzw. Mus eingeweicht oder dazu gegessen.

Die Grammel eignet sich nicht zum Schneiden von Käse oder anderen weichen oder zähen Sachen. Es ist ein Haushaltsgerät, das mit der Änderung der Lebensgewohnheiten, wie so viele andere auch, funktionslos geworden ist: heute ein Dekorationsartikel und wird in seltenen Fällen noch für das Schüttelbrot verwendet.

Zur Herstellung: der Boden wird aus Buche oder Ahorn gefertigt. Die gebogene Wandung, die das Herausspritzen von Brotstücken und Brotsamen verhindern soll, wird aus dünnen Lindenholzstreifen in einer eigenen Form gebogen und verleimt. Die Messer fertigen einheimische Schmiede in Handarbeit.
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