Hirtenstock und Käsebrecher

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Älplerinnen und Älpler im Portrait. Ein Traum von Buch für jeden, der das Almleben mag
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Schauen und lesen Sie in dreizehn Portraits von Menschen, wie sie heute auf den Alpen leben und... mehr
Hirtenstock und Käsebrecher
Schauen und lesen Sie in dreizehn Portraits von Menschen, wie sie heute auf den Alpen leben und arbeiten. Es wird eine Reise vom Jura bis in die Ostschweiz, vom Kuhgatter bis in den Käsekeller, vom Huhn bis zur Mutterkuh, von der jungen Landschaftsarchitektin bis zum weise ergrauten Bauern. Eine Art moderne Volkskunde über die Lebensentwürfe von Hirtinnen und Sennen. Erzählt in Geschichten und Bildern, die über die geblümte Käseetikette hinausgehen, von Autorinnen und Fotografen, die das Alpleben aus eigener Erfahrung kennen. Freuen Sie sich auf ein Alpenglühen mit Achselschweiss.

Herausgeber und Fotografie: Giorgio Hösli, Paul Hugentobler
MitautorInnen: Rüdiger Dilloo, Bettina Dyttrich, Eva Schwegler, Katrenka Tanner
330 Seiten, geb., 260 x 240 mm, 290 Farb- und Schwarzweissbilder,
2. Auflage November 2011

"Hirtenstock und Käsebrecher" zeigt Älplerinnen und Älpler in ihrer breiten Vielschichtigkeit, löst sie vom Cover des Tourismusprospekts und macht sie zu guten Verbündeten in einer Welt, in der wir auch nicht immer die Helden sind. Das Buch präsentiert in grossformatigen Bildern und eindrücklichen Texten Lebensentwürfe neben der Dienstleistungsgesellschaft und Leute, die anhand von Muskelkater und gefülltem Käsekeller wissen, was sie den Tag über gearbeitet haben. Die Portraits erstrecken sich über den ganzen Schweizer Alpenbogen. Sie dokumentieren die Unterschiede regionaler Traditionen in der Alpwirtschaft, wovon die Bevölkerung sonst nur den folkloristischen Teil zu sehen bekommt. Eine Art moderne Volkskunde, erzählt in Geschichten und Bildern, die über die geblümte Käseetikette hinausgehen, von Autorinnen und Fotografen, die das Alpleben aus eigener Erfahrung kennen. Ein kurzer Abriss mit Zahlen und Informationen über die schweizerische Alpwirtschaft ergänzt im Anhang die persönlichen Portraits.

Informationen zum Inhalt:
In dreizehn Portraits geht das Buch den Alpleuten und ihren Lebensgeschichten nach. Wer geht z`Alp und warum. Wie verlaufen die Biografien der Älplerinnen und Älpler, dass sie unverhofft oder gezwungenermassen weit oben stehen.

Es gibt wohl kaum eine Berufsgruppe, die so unterschiedliche Charakteren und Herkunftsarten beherbergt wie die Älplerschaft. Da gibt es den 70-jährigen Senn, der sein Leben in der Landwirtschaft verbracht hat und die junge Landschaftsarchitektin, die nach Abschluss vom Studium mal richtig arbeiten will. Es gibt ÄlplerInnen, die nach dem Sinn des Lebens suchen, andere wollen in die Natur und in die Berge oder brauchen eine Auszeit von der hektischen Arbeitswelt, manche suchen einfach einen Job und einige müssen auf die Alp, weil ihr Landwirtschaftsbetrieb sie dazu zwingt. Gemeinsam ist ihnen, dass sie einen Sommer lang harte Arbeit leisten. Ihr Juchzen und Fluchen gleicht sich mehr als das blumenbestickte Hirthemd und der abgewetzte Studentenpullover.

Die allgemeine Vorstellung vom Alpleben und den Leuten, die dort arbeiten, ist geprägt durch die Werbung urchigen Käses in naturbelassener Landschaft. Der Mythos Alp ist nicht von der Verpackung einer Milchschokolade, von der heroischen Bergkulisse, von der Folklore eines Alpabzuges zu lösen. Die Alp als Ort der letzten Schweizer-Exotik.
Älplerinnen und Älpler freuen sich ebenfalls an einer Kuh im Abendrot, am Knistern des Feuers im Ofen, am Baden im kühlen Bergbach, aber daneben gibt es tonnenweise Käse zu machen, hunderte von Rindern, Ziegen und Schafen zu hüten. Ohne Schweiss und zeitweiliges Versagen geht das nicht. Die verantwortungsvolle Arbeit im Team zu verrichten, stellt eine riesige Herausforderung an die zwischenmenschliche Beziehung. Manche erkennen spät, dass sie ihren Problemen auch auf der Alp nicht davonlaufen können.
Aber schau dir die Älpler im Herbst an: Braungebrannt und stolz auf ihren Alpkäse, froh, die meisten der Tiere wieder wohlbehalten im Tal zu wissen, verliebt in die Nachbarhirtin und mit einem Sommer voll intensiver Erinnerungen im Rucksack. Das wirkt lange nach.

"Hirtenstock und Käsebrecher" zeigt die Älplerinnen und Älpler in ihrer breiten Vielschichtigkeit, löst sie vom Cover des Tourismusprospekts und macht sie zu guten Verbündeten in einer Welt, in der wir auch nicht immer die Helden sind. Das Buch präsentiert Lebensentwürfe neben der Dienstleistungsgesellschaft und Leute, die anhand von Muskelkater und gefülltem Käsekeller wissen, was sie den Tag über gearbeitet haben. Sie erzählen von ihrem Alltag, philosophieren über die Alp und die restliche Welt rundherum, versuchen zu erklären, was sie dort oben in Bann hält oder wieder ausspuckt. Die Autorinnen und Autoren haben die Portraitierten in den Sommern 08 und 09 mehrmals besucht, haben fotografiert, haben Gespräche und Diskussionen geführt. Dadurch sind Bilder entstanden, die im Tourismusprospekt fehlen und Geschichten, die weit über den Alltag der Alpleute hinausreichen.
Die Portraits erstrecken sich über den ganzen Schweizer Alpenbogen. Sie dokumentieren die Vielfalt der Alpwirtschaft in Bezug auf die Landschaft, Arbeitsbereiche, Tierarten und Unterschiede regionaler Traditionen. Ein kurzer Abriss mit Zahlen und Informationen über die schweizerische Alpwirtschaft ergänzt im Anhang die persönlichen Portraits.

Informationen zur Alpwirtschaft:
Die Alpwirtschaftsfläche umfasst knapp 500000 Hektaren, das ist zirka ein Siebtel der Schweiz und ein Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Im Moment zählt die Statistik des Bundesamtes 7300 Alpbetriebe, vor dreissig Jahren waren es noch gut 10000. Salopp gesagt ist die Alpwirtschaft das Schlusslicht der Landwirtschaft. Der Strukturwandel beeinflusst auch die Anzahl Alpbetriebe und die Anzahl Sömmerungstiere.
Im Jahr 2010 wurden gemäss Auswertung der Tierverkehrdatenbank TVD 384'988 Tiere der Rindergattung gealpt. Dies entspricht der Anzahl vom Vorjahr. Insgesamt sömmern auf den Alpen 93000 Milchkühe und 31000 Mutterkühe, zirka 260000 Rinder und Kälber, 4400 Pferde, 29000 Ziegen, 180000 Schafe, 600 Exoten wie Büffel, Yaks, Lamas und 300 Gänse. Die Weideflächen auf den Alpen geben 300000 Grossvieheinheiten drei Monate lang gutes Fressen. Umgerechnet könnten die Bauern ohne Alpen 75000 Kühe weniger halten.
Bei den Alpprodukten steht der Käse an oberster Stelle, eigentlich zu Unrecht. Rechnet man bei allen Alptieren den Fleischzuwachs grob aus, kommt man auf 15000 Tonnen Gewichtszunahme in einem Sommer. Dagegen werden in den Sennereien "nur" 4500 Tonnen Alpkäse produziert. Das sind gut zwei Prozent der Schweizer Käseproduktion, eine "Limited Edition". Quasi als Nebenprodukt werden 150 Tonnen Butter hergestellt.
Es wird nirgends festgehalten, wieviele Leute den Sommer auf den Alpen verbringen. Es dürften um die 14000 sein, davon schätzungsweise ein Drittel aus dem Ausland.
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