Daniel Badilatti
Das Zuckerbäcker-Erbe inmitten der Schweizer Alpen
Die Engadiner sind halb Nord-, halb Südländer. Auch Daniel Badilattis Vorfahren lebten in Italien und brachten von dort die Kunst des Kaffeeröstens mit in die Schweiz. Und noch heute röstet Badilatti, als einziges Unternehmen im Engadin, in 3. Generation Bohnen aus der ganzen Welt.
Vor gut 100 Jahren war Giuseppe Badilatti nicht der Einzige, der im Engadin eine Kaffeerösterei gründete. Als die einst arme Bergbevölkerung noch auswandern musste, um zu überleben und als Zuckerbäcker in Italien ihren Lebensunterhalt verdienten, lernten sie dort auch das Handwerk des Röstens. Die Wirren des Krieges ließen viele Auswanderer wieder in ihre Heimat zurück kehren. Hier oben auf 1.716 Meter Seehöhe und vor allem auch im benachbarten Bergell, insbesondere in Puschlav, wurde tonnenweise Kaffee geröstet – und organisiert nach Italien geschmuggelt. In den 70er Jahren änderte Italien die Zollbestimmungen und Besteuerung, worauf alle Kaffeeröstereien Südbündens aufgaben. Nur Badilatti schaffte es, durch die Erschließung neuer Märkte zu überleben, so wird zum Beispiel heute Fairtrade-Kaffee angeboten und viel exportiert.
Cafè Badilatti ist ein modernes Unternehmen mit hohen Qualitätsansprüchen. Voraussetzung dafür sind gesicherte Existenzgrundlagen auch für die Pflanzer – faire Kaffeepreise stehen für Badilatti vor maximalem Gewinn. In Indonesien unterstützt die Badilatti SA mehrere Genossenschaften, und mit dem Engagement bei „Coffee Kids“ hilft das Unternehmen mit, weltweit Kinder von Kaffeebauern zu fördern.
28,90 €
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