Salzkammer

Salzkammer

Österreichisches NatursalzBergkern“ aus Altaussee
 
 
Hallstatt in den Österreichischen Alpen ist das älteste Salzbergwerk der Welt. In Hallstatt wurde bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts v. Chr. mit dem Salzbergbau begonnen. Im Haselgebirge schaffte der hallstattzeitliche Hauer einen Vortrieb von etwa einem Meter pro Monat (!). In einem Jahr trug ein Mann etwa 2.000 kg mit einem Kochsalzgehalt von 40 bis 70% zutage. Das entspricht dem Jahresbedarf von rund eintausend Familien.

Die Österreichischen Salinen Hallstatt, Ebensee und Ischl konnten ihre Produktion im 17. und 18. Jahrhundert zwar ausweiten, jedoch standen viele Salzbergbaustätten in starker Konkurrenz zum Meersalz. So sank in Aussee wie auch in Hall in Tirol die Salzproduktion um ein Beträchtliches.

 

Heute sind die österreichischen Salinen eine Aktiengesellschaft mit modernen Produktionsmethoden und –anlagen sowie zahlreichen Zertifizierungen, unter anderem einer Biozertifizierung. Unter dem Begriff „Salzkammer“ wird das Natursalz aus Österreich einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

 

Die Geschichte des Salzes

 

Die Geschichte des Salzes ist eine der ältesten Geschichten der Menschheit. Eine Geschichte, die untrennbar mit der Entwicklung unserer Kultur und Zivilisation verbunden ist. Schon früh, vor mehr als 3.000 Jahren, lernten unsere Ahnen den Nutzen des Salzes kennen. Salz galt als heilig, als Geschenk der Götter; mit Salz wurden Eide besiegelt und Opfer bekräftigt. Salz sicherte ihr Überleben und schuf Lebensräume. Salz war auch ein wichtiges Wirtschaftsgut. Salz begründete und festigte Machtstrukturen. Eine der glanzvollsten Frühkulturen Europas entwickelte sich rund ums Salz - Salzstraßen führten über die Alpen, nach Süden in Richtung Italien, nach Osten auf die Balkanhalbinsel, nach Norden bis an die Ostsee. Im Mittelalter war Salz das wichtigste Handelsgut überhaupt. Salz ist einer der wertvollsten Naturstoffe überhaupt.

 

Wie das Salz aus dem Berg kommt

 

Natursalz, auch Ausseer Bergkern genannt, wird im Salzbergwerk Altaussee noch immer nach traditioneller bergmännischer Art und Weise abgebaut. Rückten die Kelten und Römer im Österreichischen Hallstatt dem Berg noch ausschließlich mit der Spitzhacke zu Leibe, setzte sich schon im Mittelalter mit dem nassen Abbau eine ungleich elegantere Methode durch.

 

Heute wird Wasser durch Stollen in das Haselgebirge geleitet, das Salz damit herausgelöst und in starker Konzentration als Sole aus dem Berg befördert. Das System ist geblieben, auch wenn sich heute überall dort, wo der Salzgehalt im Gestein die erforderliche Konzentration erreicht, die effizientere Bohrlochsondentechnik durchgesetzt hat.

 
 
Im Stollen Altaussee ist der heutige Steinsalzabbau zum größten Teil noch immer harte körperliche Arbeit, da der Einsatz von großen Maschinen nicht möglich ist.
 
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